SALUZER Der BLOG
Schreiben, was wir denken - unabhängig und unbeeinflusst. Das wollen wir. Unsere Texte werden kritisch, politisch, besinnlich und kulturell geprägt sein und immer wieder durch etwas Neues, nicht selten auch Amüsantes, ergänzt werden. Kommentare und Textbeiträge nehmen wir jederzeit gerne entgegen. Sie werden von uns wahlweise veröffentlicht oder als Anregung verstanden.

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- Peter-Jürg Saluz
Uhrwerke kann man revidieren, wenn der Lauf der Zeit nicht mehr stimmt. Revidieren kann man aber auch seine Meinung. Manchmal muss man es sogar.
Wer die eigene Meinung umstossen will oder muss, merkt, dass das ein Kraftakt ist. Einen solchen nehme ich aber auch nicht immer auf mich. In ganz speziellen Fällen pflege ich manchmal, und das durchaus gerne, meine absolute Unversöhnlichkeit, allerdings nur, wenn ich nicht der Verursacher eines Zwists bin. Über die üppig keimende Saat der Zwietracht will ich mich hier aber nicht auslassen. Ich berichte jedoch ganz unbefangen über Personen des öffentlichen Lebens, die ich neuerdings anders beurteile.
Traurigerweise ändert sich meine Einschätzung viel öfter nach einer Enttäuschung und seltener nach einer erfreulichen Überraschung. Entsprechende Erlebnisse bescheren mir sehr oft Politikerinnen und Politiker. Vermutlich erleben Sie das auch.
Am erfreulichsten ist es für mich, wenn ich eine positive Ersteinschätzung nach langer Zeit immer noch als zutreffend empfinde, und das passiert mir glücklicherweise ziemlich häufig..
Die Schlussfolgerung ist klar: Wer sich gründlich überlegt, in wen er Vertrauen setzt, bewegt sich meistens auf der sicheren Seite. Trotzdem ist niemand ganz gegen Enttäuschungen gefeit. Ins Schneckenhaus zurückziehen darf man sich deswegen aber nicht. Auf andere Menschen muss man offen und vorurteilslos zugehen. Erst anschliessend darf man sich dann ein erstes Urteil erlauben.
Mein System ist übrigens ganz ungefährlich. Es funktioniert bestens. Deshalb kann mich zum Beispiel Donald Trump nie enttäuschen …
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- Peter-Jürg Saluz
Manchmal muss ich nichts schreiben, weil mir geschrieben wird. Aus Deutschland schickt mir Friedhelm immer wieder gute Ideen. Er teilt auch viele Gedanken mit mir.
Friedhelm und ich kennen uns nicht persönlich, aber auf eine spezielle Art eben doch ganz gut. Entstanden ist unser mittlerweile schon mehrjähriger Kontakt, weil Friedhelms Ahnenforschung ergeben hat, dass sich unsere Stammbäume vor etlichen Generationen einmal ganz nahe gekommen sind.
Weil Friedhelm dank unserer Homepage weiss, dass Saluz (Abkürzung für „Sei Anständig, Liebenswürdig Und Zuvorkommend“) unser Familienname ist, hat er sich als Leser unserer Blog- und Sonderseite ein erstes Mal bei mir gemeldet. Seither ist der Kontakt zwischen uns nicht mehr abgerissen. Das freut mich sehr, weil unser Gedankenaustausch auf einer etwa gleich langen Lebenserfahrung basiert.
Friedhelm ist verantwortungsbewusst, empathisch und tolerant, aber auch ein konsequenter Analyst und Denker. Impulse, die er mir vermittelt, zünden daher fast immer.
Weil Friedhelm spontan und schnörkellos schreibt, wenn er mir seine Gedanken offenbart, geht mir bei jeder Nachricht das Herz auf. Deshalb lasse ich Sie hier unredigiert lesen, was er mir jüngst per Mail geschrieben hat:
„Lieber Peter,
Habe eben Deine niedergeschriebenen Gedanken verfolgt. Du bist damit nicht allein.
Bei uns sind die Wahlergebnisse von Berlin und „Meckpomm“ das Hauptthema in den Medien. Kurz gedacht: Ost-Berlin lässt grüssen und die Rechtsaussen tun es auch.
Die Parteien werden es nicht schaffen, die Probleme zu lösen, weil ihren Leuten das Fachwissen fehlt. Dafür hat man Berater. Konsequentes Handeln liegt den Parteien fern.
Ich denke da an das Zitat von Joschka Fischer: „Quasselbude, frei nach Kaiser Wilhelm“ und an die viel zitierten Versager im Nadelstreifenanzug.
Mir erscheint das ganze Parteien- und Wahlensystem als eine Art Auslaufmodell. Zudem frage ich mich, wie sich die Weltordnung mit KI verändert.
Zu meinen Altersbeschwerden zählt auch die Frustration. Unseren Ahnen ging es in Zeiten vor den Weltkriegen auch nicht besser. Sie verloren ihre Existenzen und viele auch ihr Leben. – Doch immer wieder ging die Sonne auf …
Herzliche Grüsse!
Friedhelm“
Mehr muss ich an dieser Stelle wirklich nicht schreiben. Lassen Sie einfach die Gedanken von Friedhelm auf sich einwirken.
Übrigens können sie den Vornamen meines Kollegen zweiteilen und wünschen, dass Teil 1 wahr und Teil 2 nur für Fahrten auf einer Harley-Davidson und nicht aus kriegerischen Gründen nötig wird. Dank KI habe ich diese Idee bereits ins Bild gesetzt.
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- Peter-Jürg Saluz
Mir kommt soeben ein Steckbrief mit einem eindeutigen Signalement in den Sinn. Gesucht wird ein alter, leicht adipöser Mann, der nach eigenen Angaben 6 Fuss und 3 Zoll gross sein soll. Auffällig soll die Mimik des Gesuchten sein, denn das Gesicht ist meistens hasserfüllt und der Kopf wird im Interesse der Hirnkonzentration meistens schräg gestellt. Ebenso auffällig ist das nahezu gelbe Haupthaar des Gesuchten. Es soll allerdings in letzter Zeit etwas abgedunkelt sein.
Der gesuchte Mann ist rhetorisch sehr versiert. Er beherrscht das Prahlen, das Drohen und jede Art von Eigenlob perfekt. In seiner Unberechenbarkeit ist der Mann absolut berechenbar. Wer ihn findet, darf mit einem hohen Finderlohn rechnen, der wahlweise als iranischer Rial (IRR), russischer Rubel (RUB), israelischer Schekel (ILS) oder nordkoreanischer Won (KPW) ausbezahlt wird. Die naheliegendste Währung steht allerdings nicht zur Verfügung, weil der Wert des amerikanischen Dollars (USD) bei jeder Tat des steckbrieflich Gesuchten geringer wird.
Ob Sie jetzt wissen, wer weshalb steckbrieflich gesucht wird, weiss ich nicht. Das ist mir auch selbst nicht klar. Wie der Steckbrief aussieht, den ich immer wieder in meinen Albträumen sehe, kann ich Ihnen hier aber dank KI anzeigen.
Den Mann sehen täglich viel zu viele Menschen. Ruhe kehrt daher erst ein, wenn man seiner habhaft wird.
Weil mir das hier Beschriebene nur in meinen schrecklichen Träumen erscheint, kann ich für den Wahrheitsgehalt der vorstehenden Sätze nicht garantieren. Die Unschuldsvermutung muss daher nach allen Seiten gelten. Da man das Denken (noch) nicht zensurieren kann, bleibt es Ihnen überlassen, die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen. "Maganotti", se non ci riesci….
