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Schreiben, was wir denken - unabhängig und unbeeinflusst. Das wollen wir. Unsere Texte werden kritisch, politisch, besinnlich und kulturell geprägt sein und immer wieder durch etwas Neues, nicht selten auch Amüsantes, ergänzt werden. Kommentare und Textbeiträge nehmen wir jederzeit gerne entgegen. Sie werden von uns wahlweise veröffentlicht oder als Anregung verstanden.

 

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Süsses Gift

Verwöhnung macht abhängig, weich und hilflos. Sie ist das vermeintlich unverzichtbare süsse Gift, das gute Gefühle und lllusionen vermittelt und gerne die Realität ausblendet. Seien wir ehrlich, wir alle mögen sie. Nur wird sie nicht allen gleichermassen zuteil. Das weckt Reaktionen, zum Beispiel Neid. lm Moment ist dieser aber nicht das Problem. Wir befinden uns immer noch mitten in der Pandemie, da gelten eigene Regeln. Besonders Verwöhnte verdienen nicht Neid, sondern zutiefst empfundenes Mitgefühl. Sie sind gefangen in der Vorstellung, dass sich Wünsche und Bedürfnisse um jeden Preis erfüllen müssen. Sie fassen es nicht, wenn Erwartetes ausbleibt. Verzicht will nämlich geübt sein. Doch eben diese Übung fehlt. Vielleicht hat es die Pandemie gebraucht, um das Bewusstsein zu stärken. Dann ginge es beim nächsten Mal ohne langes Üben...

vvvvvvvv

Der Anti-Reflex

Def Cogito ergo sumImmer wieder steigen sie auf die Barrikaden und demonstrieren für ihr demokratisches Recht, demonstrieren zu dürfen. Der behördliche Aufruf, vorübergehend auf Massenveranstaltungen zu verzichten, löst just das aus, was er nicht sollte. Gegner der Corona-Politik ziehen auf die Strasse und fordern ein Ende der Pandemie-Massnahmen. Es ist ein Anti-Reflex. Man tut, was zu unterlassen ist. Wider die Anordnung und wider die Vernunft. Demonstrieren und auf den Putz hauen als Selbstzweck. Oder, etwas philosophischer, „Ich demonstriere, also bin ich!“ Ebenso gut könnte man gegen Naturgewalten rebellieren. Der Sinn bliebe aus. Resultat gleich Null. Hat die Pandemie den menschlichen Verstand geschädigt?

 

Auch ich oute mich

Bis zur Abstimmung über die Ehe für alle dauert es noch geraume Zeit. Ich halte es trotzdem für richtig, dass sich die Befürworterinnen und Befürworter der einzigen fairen Lösung schon jetzt zusammenfinden. Kräfte kann man nie früh genug bündeln.

Ob ich für oder gegen die Ehe für alle sei, wurde ich schon oft gefragt. Das Antworten ist mir nicht leicht gefallen, denn neuerdings muss man sich zuerst einmal outen, bevor man zu so einem gewichtigen Thema Stellung nehmen darf. Trotzdem möchte ich vorwegnehmen, dass ich die Ehe nicht allen gönnen würde. Diktatoren, Intolerante und Ewiggestrige sollte man nämlich möglichst nicht verpaaren.

Leuten „wie Du und ich“ darf man die Ehe jedoch nicht verwehren. Mit dem „wie Du und ich“ beginnen aber meine Schwierigkeiten. Um ein Outing komme ich jetzt nämlich nicht mehr herum. Allerdings macht mir das Mühe, weil mir meine Intimität heilig ist. Aber eben - es muss sein. Ich lasse die Hosen deshalb herunter und suche nach Worten, die den Schock meiner Leserschaft mildern könnten. Weil mir nichts Passendes einfällt, falle ich schliesslich mit der Türe ins Haus und bekenne ohne Umschweife, dass ich… ein Mensch bin. Strafen Sie mich dafür aber bitte nicht mit Verachtung.

 

EFA Pis


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